Einstreuqualität und Parasitenlast als Einflussfaktoren auf das physiologische Verhalten von Legehennen in sächsischen Geflügelhaltungen

Project lead: Prof. Dr. med. vet. Markus Freick Cooperation partner: Sächsiche Tierseuchenkasse, Sächsischer Geflügelwirtschaftsverband e. V., Großenhainer Geflügelhof GmbH & Co. KG, Krätzschmar GbR Landwirtschaftbetrieb Funding body: EIP Agri

Einstreuqualität und Parasitenlast als Einflussfaktoren auf das physiologische Verhalten von Legehennen in sächsischen Geflügelhaltungen
EIP-AGRI Projekt

Federpicken und Kannibalismus stellen schwerwiegende Problematiken für den Tierschutz, die Tiergesundheit und Leistungen in der Legehennenhaltung dar. Mit dem Verzicht auf das Schnabelkupieren seit 1. August 2016 hat sich das Risiko für Gefiederschäden und Pickverletzungen grundsätzlich noch erhöht. Im multifaktoriellen Ursachengefüge von Federpicken und Kannibalismus sind zentrale Einflussfaktoren in den Komplexen Genetik, Fütterung, Haltungsumwelt, soziale Struktur und Tiergesundheit zu finden. Trotz der Kenntnisse zur Einflussnahme von einer Vielzahl an Faktoren, ist noch keine Verfahrensweise bekannt, die ein Auftreten der Verhaltensstörungen bzw. deren Schäden sicher verhindern kann.

Im Rahmen des Projektes werden Daten in sächsischen Leegehennenherden erhoben, um die Auswirkungen verschiedener Parameter auf das Auftreten von Federpicken und Kannibalismus zu testen. Schwerpunktmäßig wird dabei die Einflussnahme der Einstreuverfügbarkeit und -güte sowie der Paralistenlast (Endo- und Ektoparasiten) geprüft. Weiterhin gilt es die Eignung der Infrarot-Thermografie als nicht invasive Methode der Einzeltieruntersuchung zur Ergänzung und Erweiterung klassischer Verfahren der Gefiederschäden-Scoring-Systeme im Hinblick auf eine Früherkennung und verbesserte Objektivierbarkeit von Gefiederschäden zu evaluieren.