Griffigkeit ausgewählter Beobachtungsstrecken im Freistaat Sachsen

Projektleiter: Prof. Dr.-Ing. Volker Rauschenbach Auftraggeber: Bundesanstalt für Straßenwesen BASt Autoren: Prof. Dr.-Ing. V. Rauschenbach

Griffigkeit ausgewählter Beobachtungsstrecken im Freistaat Sachsen
SKM zu PWS am BK in situ
Das durch das ZAFT an der HTW Dresden bearbeitete Forschungsvorhaben führt ein DAI- AiF- Forschungsvorhaben weiter (09/2006 bis 04/2010). Ziel der Untersuchungen ist es, die Griffigkeitsentwicklung einer Asphaltdeckschicht bereits bei der Konzeption von Asphaltmischgut vorauszusagen. An einer Beobachtungsstrecke im Verlauf der Bundesstraße B 186 wird die Griffigkeitsentwicklung durch verschiedene Feld- und Laborprüfverfahren bei halbjährlich stattfindenden Messkampagnen festgestellt. Dazu wurden sechs 450 m lange Prüffelder mit Deckschichten aus Splittmastixasphalt- bzw. Asphaltbetonmischgut und jeweils drei unterschiedlichen Gesteinskörnungen angelegt. Im Ergebnis der Auswertung des 1. Teils des Forschungsprojektes, ist festzustellen, dass der Griffigkeitsverlauf durch das Seitenkraftmessverfahren (SKM) in Situ tendenziell auch durch die Laborprüfverfahren Wehner/Schulze (PWS) und die Prüfung mit dem Polier- und Griffigkeitsmessgerät (PGM) an Laborprobekörpern abgebildet werden kann. Dabei weisen Deckschichten aus Asphaltbeton gegenüber Deckschichten aus Splittmastixasphalt höhere Griffigkeiten entsprechend bisheriger Erfahrungen auf. Der sich einstellende Griffigkeitsverlust nach 2,5 Jahren Straßennutzung in Situ ist wesentlich geringer als der, der sich unter Laborbedingungen nach der jeweiligen Polieranleitung für die Laborprüfverfahren PWS und PGM an Probekörpern bestimmt wurde.