Grundlegende Entwicklung zur Detektion flüchtiger organischer Stoffe mittels MEMS basiertem Ionenmobilitätsspektrometer (DoSIs)

Wed., 29. Jan 2020 Projekt zur grundlegenden Entwicklung zur Detektion flüchtiger organischer Stoffe mittels MEMS basiertem Ionenmobilitätsspektrometer (DoSIs) am ZAFT gestartet

Seit dem 01.09.2019 läuft am ZAFT ein Projekt mit dem Titel "Grundlegende Entwicklung zur Detektion flüchtiger organischer Stoffe mittels MEMS basiertem Ionenmobilitätsspektrometer (DoSIs)"

Die Detektion von leicht flüchtigen organischen Komponenten (engl.: volatile organic compounds, VOC) im ppm- und ppb-Konzentrationsbereich spielt unter anderem in den Bereichen Umweltanalytik, Medizintechnik, Produktionstechnik und Sicherheitstechnik eine große Rolle. Am Markt haben sich bereits verschiedene Lösungen etabliert, welche die Ionenmobilität zum Nachweis und zur Quantifizierung nutzen. Diese Geräte sind derzeit kaum mobil einsetzbar, messen zumeist nur diskontinuierlich und sind zudem recht teuer. DoSIs hat daher das Ziel eine auf der Ionenmobilität beruhende Analysemethode zu erforschen, die eine MEMS- (Micro-Electro-Mechanical Systems) basierte Lösung verfolgt. Hierzu soll, auf Vorarbeiten aufbauend, eine konzeptionelle Überarbeitung eines MEMS-basierten Ansatzes erfolgen und in ein universell nutzbares Ionenmobilitätsspektrometer (IMS)-MEMS-Design überführt werden. Daraus wird ein geeignetes Prozesskonzept abgeleitet und in einem MEMS-Reinraum auf 200-mm-Wafern umgesetzt. Parallel erfolgen die Erforschung eines Ionisationsmoduls zur Ionisation von organischen, gasförmigen Materialien in luftähnlicher Atmosphäre sowie grundlegende Untersuchungen zur Realisierbarkeit einer Ansteuerung des Analysechips hinsichtlich der elektrischen Eigenschaften und Anforderungen. Darüber hinaus wird eine Integration der Komponenten in ein Gas-Ionisationsmodul entwickelt. Zielstellung des Teilprojektes am ZAFT ist es, anhand neu zu entwickelnder Elektronikkomponenten sowie Steuer- und Signalverarbeitungsalgorithmen den Messprozess dieses Moduls vollständig zu automatisieren. Hierzu zählen insbesondere die Entwicklung von miniaturisierten Schaltungslösungen für die Signalgenerierung des Filtersignals und die Signalauswertung sowie Algorithmen zur Rauschminderung und Störsignalentkopplung für die Optimierung des Messsystems. Die Ergebnisse und Lösungen können anschließend verwendet werden, das vom Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme entwickelte Sensor-Konzept in einen experimentellen Laboraufbau zu integrieren.

Contact: Prof. Dr.-Ing. habil. Günter Rösel

Other news Show all news...

Echtzeittemperaturmanagement für Druckgießwerkzeuge durch Additive Manufacturing (EDAM)

Seit dem 01.08.2019 wird am ZAFT e. V. im Rahmen des Forschungsprojektes "Echtzeittemperaturmanagement für Druckgießwerkzeuge durch Additive Manufacturing" (EDAM) das Teilthema "Konstruktiv und thermisch optimierte Auslegung des neuartigen Werkzeugaufbaus für das Druckgussverfahren" bearbeitet.
Read more...

Neues Forschungsprojekt: ProgressPatch

Mit hochpräzisen Laserscannern und intelligenten Bauwerksmodellen (BIM) die Qualität der Bauausführung messen! Seit 1. Januar 2020 leistet das F&E-Projekt „ProgressPatch“ einen anwendungsbezogenen Beitrag auf dem Weg zur digitalen Baustelle. ProgressPatch wird durch das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) gefördert.
Read more...

Senior Scientist Center (SSC) am ZAFT e.V. aktiv

Im Rahmen der Bearbeitung des Projektes Saxony5 wurde eine Plattform eingerichtet, die die Transferarbeit von pensionierten Wissenschaftlern organisiert, koordiniert und in der Region bekannt macht. Diese erhielt die Bezeichnung „Senior Scientist Center“ (SSC) und bietet den im Ruhestand befindlichen Wissenschaftlern die Möglichkeit, sich weiterhin wissenschaftlich im Rahmen ihrer Interessen und Möglichkeiten zu beschäftigen.
Read more...