Leistungsschau im großen Tierschauring: Züchter präsentieren ihre Tiere - moderiert von Frau Dr. Walther (SSZV)
Do., 16. Apr 2026 Großes Interesse an innovativer Schafzucht auf der Landwirtschaftsausstellung agra 2026.
Auf der Landwirtschaftsausstellung agra 2026 vom 09.-12. April 2026 in Leipzig war das EIP-Agri-Projekt „ZuKuMe – Zucht auf Kurzschwänzigkeit beim Merinofleischschaf“ am Stand des Sächsischen Schaf- und Ziegenzuchtverbandes e.V. vertreten und konnte einem breiten Fachpublikum vorgestellt werden. Die Messe erwies sich als voller Erfolg: Zahlreiche Züchterinnen und Züchter, Tierhalterinnen und Tierhalter sowie weitere Fachbesucher nutzten die Gelegenheit, sich über die Zielstellung, den aktuellen Projektansatz und die praktische Relevanz des Vorhabens zu informieren. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Entwicklung einer praxistauglichen züchterischen Lösung zur Verkürzung der Schwanzlänge beim Merinofleischschaf. Dabei geht es insbesondere um die Integration entsprechender Merkmale in die Leistungsprüfung, die genetische Analyse des Kandidatengens HOXB13 sowie die Ableitung praxisorientierter Empfehlungen für Zucht und Haltung. Das Projekt wird seit Januar 2025 bearbeitet und in enger Zusammenarbeit von ZAFT, dem Sächsischen Schaf- und Ziegenzuchtverband sowie weiteren Praxispartnern umgesetzt.
Das große Interesse auf der Messe hat gezeigt, dass Fragen einer tiergerechten, praxistauglichen und zukunftsorientierten Schafzucht in der Branche auf hohe Aufmerksamkeit stoßen. Gerade der enge Bezug zwischen Wissenschaft, Zuchtorganisation und landwirtschaftlicher Praxis wurde von den Besucherinnen und Besuchern als wichtiger Ansatz wahrgenommen. Das Projekt ZuKuMe greift damit ein Thema auf, das sowohl für die Weiterentwicklung der Zuchtarbeit als auch für die betriebliche Praxis von hoher Bedeutung ist. Die positiven Rückmeldungen und die vielen Fachgespräche auf der agra 2026 bestätigen den Bedarf an anwendungsnahen Lösungen und stärken den weiteren Transfer der Projektergebnisse in die Praxis.
Kontakt: Dr. Uwe Bergfeld