Optimierte Materialflüsse durch KI

Fr., 23. Okt 2026 Zukunftsinitiative „OPTIMAT-KI“: Mit KI sichert ein sächsisches Konsortium die Technologie-Souveränität in der Mikroelektronik

Dresden, 18. September 2026 – Fünf sächsische Innovationsführer bündeln ihre Kräfte im Forschungsprojekt „Optimierte Materialflüsse durch KI“ (OPTIMAT-KI), um die Wettbewerbsfähigkeit des heimischen Hightech-Standorts zu sichern. Weil klassische Planung bei gestörten Lieferketten oft versagt, entwickelt das Konsortium unter Führung der Linxens Germany GmbH eine selbstlernende KI-Software. Diese steuert die Produktion ressourcenschonend und basiert auf drei technologischen Säulen:

  • KI-Planer („Herzstück“): Ein autonomes System, das Materialflüsse und Maschinen laufend optimiert. So lassen sich Zeit und Kosten sparen und neue KI-Entscheidungen vor dem echten Einsatz gefahrlos testen.
  • Frühwarnsystem („Bottleneck-Radar“): Erkennt drohende Engpässe und Maschinenprobleme aus Live-Daten schon Stunden im Voraus.
  • KI-Wissenshub („Digitales Gedächtnis“): Ein digitaler Assistent, der das Fachwissen erfahrener Mitarbeiter speichert und für neue Kollegen abrufbar macht. Das schützt Unternehmen vor dem drohenden Wissensverlust durch den demografischen Wandel.

Ein strategischer Hebel für Europas Technologieführerschaft

Die Realisierung dieses hochkomplexen Vorhabens wird erst durch die gezielte innovationspolitische Förderung kritischer Technologien ermöglicht. Das Projekt zahlt direkt auf das Ziel ein, Schlüsseltechnologien in Europa zu halten, und entfaltet dabei eine dreifache Wirkung:

  • Unabhängigkeit: Die KI gleicht Kostennachteile aus und verhindert, dass wichtige Produktionen (z. B. Smart Labels) ins Ausland abwandern.
  • Nachhaltigkeit (Green Tech): Weniger Leerläufe und weniger Materialausschuss senken den Energie- und Ressourcenverbrauch drastisch.
  • Nutzen für den Mittelstand: Die entwickelten Software-Bausteine lassen sich später branchenübergreifend nutzen – vom Autobauer bis zum Maschinenbauer.

Starke Partner

Das Konsortium vereint fünf Experten: Die Linxens Germany GmbH (Projektleitung & Pilot-Fabrik), Accenture GmbH (Software-Integration), Avantgarde Labs GmbH (KI-Wissenshub), Hiersemann Prozessautomation GmbH (Demonstratortechnik) und das Zentrum für angewandte Forschung und Technologie e.V. an der HTW Dresden (Wissenschaftlicher Unterbau).

„Mit OPTIMAT-KI schaffen wir die Vorlage für die ressourcenschonende Fabrik der Zukunft und festigen Sachsens Rolle als Vorreiter der intelligenten Mikroelektronik“, so das Konsortium.

Kontakt: Prof. Dr.-Ing. Matthias Franke

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